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Denkanstoß
Hörwarnung
Foto: Archiv


Es zählt ganz klar zum Angenehmen
des Alters, nicht „ganz Ohr“ zu sein.
Du musst nicht ständig dich bequemen,
spricht wer beharrlich auf dich ein,

zu allem deinen Senf zu geben.
Es reicht der aufmerksame Blick.
Den Kopf zu senken und zu heben,
ist stets der zweite gute Trick,

sich seine Ruhe zu bewahren.
Doch andrerseits ists sicher so,
nicht gut zu hören birgt Gefahren:
Beim Autolenken, im Büro,

wenn wir vielleicht nicht mitbekommen,
was unser Chef uns dringlich heißt.
Wer Frauchens Stimme nicht vernommen,
für den wirds auch gefährlich meist,

wenn er nicht tut, was sie geheißen!
Wenns aber endlich ruchbar ist,
dann hilft kein Tricksen, kein Be...schummeln.
Denn weiß man, was dein Schaden ist,

Dann wird - meist hinter deinem Rücken -
Geschwätz beginnen - über dich!
Es zu verstehen, kann nicht glücken.
Hier wird der Schaden ärgerlich. - - -

Doch jetzt zu Karl, der heut mein Dichten,
benutzen will, der Leserschaft
von einer Sache zu berichten,
von einem Ding ganz sagenhaft:

„Man trägts am Ohr, doch kanns nicht sehen.
Es wiegt nur wie ein Zuckerstück,
doch hilfts beim deutlichen Verstehen,
dreht so die Lebensuhr zurück.

Du hörst die Vögel wieder singen.
Der kleinste Bach rauscht wie ein Fluss.
Selbst leise Flüsterworte dringen
ins Ohr, dass man sie hören muss.

Drum, liebe Leute, lasst euch sagen:
Verschreibt dem Tuscheln jetzt Diät!
Denn meine beiden Ohren tragen
seit Tagen solch ein Hörgerät!“ - - -

Hier kommt, was Leser wohl schon ahnen,
ein Schlusswort aus des Dichters Sicht.
Lasst euch von mir grundsätzlich mahnen:
Man flüstert und man tuschelt nicht!






Autor: Manfred Günther; Foto: Archiv - 7.10.2016
Frieda und Karl
Hörwarnung - 7.10.2016